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In der Kajüte ist es mit der Petroleumlampe von “Toplicht” nicht nur sehr gemütlich. Sie heizt auch! Das ist an den Abenden extrem nützlich.
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Der Segelmacher AST-Sails reparierte ein Vorsegel für uns und das Groß bekam eine neue Latte. Der Sommer kann kommen!
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Wohin führt uns der Weg übers Meer ?
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- Lysefjord / Norwegen ?
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- Kurische Nehrung / Litauen ?
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- Schwedische Westküste um Göteborg ?
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- Möglichkeiten über Möglichkeiten...
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... und nur 4 Wochen Zeit.
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Deshalb:
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P.S.: Fischauge, sei wachsam!
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ruft - und wir kommen!
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Verwendete Literatur: Seehandbuch Polen-Litauen von Jörg Heinrich und Seekartensatz 13 von Delius + Klasing
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Unsere Reiseroute:
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Reiseeindrücke und Erfahrungen:
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Swinemünde: Der große Yachthafen ist in dieser Saison im Bau. Es wird nicht direkt im Yachthafen gearbeitet, sondern die Molen an beiden Seiten in der Einfahrt vor den Stegen werden komplett saniert. Es werden Wegeplatten verlegt. In der nächsten Saison steht mehr Platz zur Verfügung.
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Dievenow: Der Hafen war auf der Hin- und Rückreise beinahe unser Favorit. Der Hafen selber ist kein Yachthafen, sondern eine Mischung aus Fischerei- und Yachthafen. Sehr angenehm! Der sonst übliche Trubel liegt im Ort und damit ca. 15 Minuten Fußweg entfernt. Strom und Wasser gibt es trotzdem. Der Hafenmeister vergibt einen Schlüssel für die Sanitäranlage - auf Vertrauen, ohne Pfand. Beachtenswert ist die Einfahrt: Unmittelbar NW-lich der Hafeneinfahrt liegt eine rot-weiße Ansteuerungstonne. Sie ist unbedingt anzulaufen! Von dort geht’s dann im Winkel von ca. 45° auf die Hafeneinfahrt zu. Auch die spitze, gelbe Untiefentonne E-lich der Einfahrt weiter draußen will beachtet werden.
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Kolberg: In Kolberg wird in dieser Saison der ganze Yachthafen um- und neu gebaut. Deshalb ist das bisherige Hafenbecken komplett geschlossen. Das neue Haus mit wellenförmigem Dach ist im Rohbau fertig und sehr chic. Das nützt in dieser Saison wenig. Die wirklich nutzbaren Liegeplätze reduzieren sich erheblich. Längsseits im Viererpäckchen geht’s natürlich immer. Strom gab es, aber leider kein Wasser. Eine Yacht ist zum SAR-Schiff gefahren und hat dort Wasser erhalten. Ein Hafenmeister ist etwas nervig und hat (nicht nur uns) nicht geglaubt, dass wir zwei Nächte bleiben wollen - er verlangte sofortige Bezahlung. Der andere jüngere Hafenmeister ist umso netter. Wir liefen in die neue, nach NW offene Hafeneinfahrt bei W 6-7 Bft. ein. Unter Beachtung der brechenden Wellen schön in der Mitte bleiben - dann geht’s.
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Leba: Diesen Hafen können wir nur empfehlen. Sicherer, sehr gut ausgestatteter Yachthafen in der Nähe des Strandes. Bis zum Ort läuft man 20 Minuten - dort herrscht dann der zu erwartete touristische Trubel.
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Die Einfahrt nach Leba ist relativ schmal und nach NE offen. Es ist wichtig, in der Ansteuerung zu bleiben und in der Einfahrt an der Steuerbordseite! Backbord wird es sehr schnell flach. Das ist besonders wichtig, wenn man aus Osten kommt.
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Entspannung auf See - 130 sm von Leba nach Klaipeda. Die Durchfahrt durch die russ. Hoheitsgewässer erfolgte problemlos.
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Wir erreichen nach 36 Stunden....
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Klaipeda: Dies ist der einzige Seehafen Litauens. Da der Yachthafen auf der Nehrung geschlossen war wegen umfangreicher Baumaßnahmen, liefen wir den Kastell-Hafen an. Von dort ist es sehr nah in die Innenstadt. Leider ist der eigentliche Hafen hinter der Drehbrücke fast komplett mit litauischen Yachten belegt. Wir lagen dann mit anderen zusammen vorne in der Einfahrt im Dane-Fluss.
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Vorsicht! Das Gespenst lauert unmittelbar an der Drehbrücke zum Yachthafen, oder kommt die Pest des nachts...?
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In dem Fachwerkhaus befindet sich ein Hotel, unmittelbar dahinter liegt die Drehbrücke.
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Die Leitern lassen sich genau passend für die Yachten platzieren. Senkrechte Handläufe wären bequemer!
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Noch winkt der Junge anderen Schiffen hinterher, die Klaipeda verlassen, denn wir machen uns auf, nach Nida zu segeln.
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Das Fahrwasser nach Nida ist bis zu einem Tiefgang von 1,60 m problemlos zu befahren, jedenfalls in diesem Sommer. Der Wasserstand schwankt wohl mit der vorherrschenden Windrichtung. Wir hatten E/SE-Wind und der schiebt das Wasser hinaus auf die Ostsee... Wer schon mal zwischen Rügen und Hiddensee gesegelt ist, kommt hier problemlos zurecht. Die Tonnen sind gut auszumachen. Die als Beispiel abgebildete rote Tonne misst ca. 1.60 m über der WL. Ohne Seekarte geht natürlich gar nichts und auch Jörg Heinrichs Hafenhandbuch war eine große Hilfe. Bis Nida sind es 30 sm, also ein netter Tagestörn. Bei Westwind gibt es zahlreiche Stellen, um im Windschatten der Nehrung zu ankern.
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Bis zum Leuchtturm Perwelka ist das Fahrwasser einzuhalten! Wir hatten innerhalb der letzten Tonnen bis zum ostwärts zu rundenden Feuer die flachsten Bereiche im Fahrwasser! Nach der folgenden Fahrwasserteilung ist viel Platz zum Kreuzen.
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Nida: Wunderschön gelegener Yachthafen mit Blick auf die Dünen. Der touristische Trubel hält sich sehr in Grenzen. Sehr netter Hafenmeister!
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Die Hafeneinfahrt, flankiert von zwei hübschen Leuchttürmchen.
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Es gibt in Nida einiges , das die Anfahrt lohnenswert macht. Für uns Segler sind da z.B. die beiden traditionellen Kurenkähne. Für kleines Geld kann man mitfahren. Wenn die schweren Boote erst einmal Fahrt aufgenommen haben, konnte auch gekreuzt werden, trotz Sprietsegel und Seitenschwertern.
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Innerhalb sehr überschaubarer Zeit sind wir zu den beeindruckenden Dünen spaziert. Auf jeder Postkarte gibt es den typischen Blick zurück zum Hafen. Unser Bordpinguim war von dem vielen Sand nicht besonders erfreut und versuchte, sich im Gras zu verstecken - umsonst!
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Sehr markant ist die Sonnenuhr, die bei unserem Besuch leider nicht in Betrieb war. In einem Sturm löste sich die obere Hälfte und musste ersetzt werden - deshalb der Farbunterschied.
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Die Dünen wandern langsam zur Nehrung nach Osten und werden vom Wasser weggewaschen. Die Grünfärbung deutet auf eine gefährlich Überdüngung hin. An einigen Stellen sahen wir wahre Schaum- teppiche am Ufer.
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Ein weiterer Höhepunkt ist das Thomas-Mann-Haus, das sich der Schriftsteller vom Geld des Nobel-Preises bauen ließ. Leider konnte er es nur drei Sommer nutzen: Hitler wurde gewählt.
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Der sog. “Italienblick” hat sich natürlicherweise verändert - geblieben ist der wundervolle Platz, der immer noch beeindruckende Ausblick von der Terrasse auf die Nehrung und eine Stiftung, die das Erbe hochhält und pflegt.
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Die Rückfahrt begann bei flauen Winden aus NW und endete mit der Entscheidung, nach zwei durchsegelten Nächten und W 6 Bft. nicht bis Bornholm aufzukreuzen. Stattdessen drehten wir ab nach Darlowo, das wir bereits kannten.
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Fazit: Litauen liegt nicht gerade vor der Haustür und ist gerade deshalb eine Reise wert. Wir haben nur gute Erfahrungen mit den Menschen gemacht. Durch die Erweiterung des Schengen-Raumes auf die baltischen Staaten entfällt jede Zollkontrolle und andere Formalitäten. Genießen wir den Frieden und die (seglerische) Freiheit im Ostseeraum!
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